#24, Porsche, 901, Cabrio, 911
Klassiker

Porsche 901 Cabrio – Es kann nur Einen geben!

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Porsche hat nur einen Cabrio-Prototypen der sagenumwobenen 901 Serie gebaut. Es gibt ihn noch – natürlich wie damals ohne Dach.

»Du solltest nur die verdammten Türen wegblasen!«. Charlie Croker, gespielt von Michael Caine in dem Ganoven-und-Auto-Klassiker »The Italian Job« von 1969, kommentiert trocken den völlig misslungenen Sprengversuch eines Fluchtautos – seinem weniger schlauen Kollegen war die ganze Karre in die Luft geflogen. Wäre es ein 901er gewesen, hätte Charlie vielleicht gesagt »Du solltest das verfluchte Dach nicht absäbeln!« In Zuffenhausen haben sie genau das getan: dieser 1964er Vorserien-Prototyp Porsche 901 Cabriolet, mit der legendären Fahrgestellnummer 13 360, ist simpel ausgedrückt, oben offen.
#24, Porsche, 901, Cabrio, 911
Dass vom Porsche 901 – später 911 – kein Cabrio angeboten wurde, schmerzte viele Enthusiasten. Erst in den 80er-Jahren wurde dieser Wunsch erfüllt.

Der erste Wagen, der den Namen Porsche trug, war das Modell 356 im Jahre 1948. Die Antriebskomponenten basierten noch auf Konstruktionsentwürfen von Volkswagen. Der Zweisitzer, ein Sportwagen mit Mittelmotor, war vollständig aus handgeklopftem Aluminium gefertigt und – offen. Diese Philosophie zieht sich wie ein roter Faden durch die lange Laufzeit der Serie: der offene 356 A, der 356 Speedster, Serie B und C Cabriolets und Roadster – sie alle folgen dem gleichen Grundprinzip. Bis Porsche den schnittigeren und weitaus moderneren 901er im September 1963 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main vorstellte. Mit einem 96 kW (130 PS) starken, luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor.

Aus dem 901 wurde der 911, weil bekanntermaßen Peugeot Einspruch einlegte und auf seiner geschützten Nomenklatur mit der Null in der Mitte dreiziffriger Modellbezeichnungen bestand. Und weil Porsche damals in Frankreich schon recht ordentliche Geschäfte machte, wurde die vorhandene »1« im Schriftzug aus Sparsamkeit einfach gedoppelt.

Das wiederum bedeutet aber, es wurden nur 82 Porsche 901 hergestellt, die natürlich heute eine echte Rarität und in Sammlerkreisen heiß begehrt sind. Vermutlich existieren nur noch 30 Exemplare. Während der Entwicklungszeit hatte Porsche sogar nur 13 Prototypen gebaut, sieben davon im Jahre 1963 und noch sechs 1964. Diese Exemplare sind für den Porsche-Connaisseur das Nonplusultra. Die Fahrgestellnummer dieser Wagen beginnt immer mit einer »13«. Bis auf zwei Autos wurden all diese Erlkönige zerstört. Es gibt nur noch ein Coupé mit der Nummer 13 327, der siebte und letzte Prototyp von 1963 – komplett instandgesetzt. Sowie das größtenteils originale Cabriolet mit der Nummer 13 360, gebaut im Juni 1964 – das letzte seiner Art. Das Cabriolet ist damit der zweitälteste 901er der Welt und der einzige und letzte 901 Cabriolet Prototyp.

Lesen Sie die ganze Geschichte in OCTANE #24

Text Massimo Delbò Fotos Dirk de Jäger


#24, De Lorean, DMC-12, Zurück in die Zukunft

Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 24

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