#45, Aston Martin, DB7, DB9
Moderne Klassiker

Aston Martin DB7/DB9 – Legenden der Leidenschaft

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Wie gerne hätte Aston Martin mit seinem Doppelpack aus DB7 und DB9 elitäre Erfolgsmodelle wie einen Porsche 911 Turbo oder einen Ferrari 599 GTB produziert. Dieses Ziel konnte Aston Martin zwar nicht erreichen, doch die beiden Briten gehören zu den schönsten Luxuscoupés aller Zeiten und sind als kommende Klassiker bereits heiß begehrt.

Im Frühjahr 1993 liess Aston Martin auf dem Genfer Automobilsalon mit dem DB7 die DB-Insignien des einstigen Firmeninhabers David Brown neu aufleben. Der automobile Weichzeichner Ian Callum hatte auf der Plattform des Jaguar XJ ein wunderschönes Coupé gezeichnet, das die Sportwagenwelt noch auf dem Messestand im Genfer Palexpo in ihr Herz Schloss. Was damals nur Insider wussten: nicht zum ersten Mal waren Aston Martin Geld und Zeit ausgegangen. So bot der Messestand nicht viel mehr als eine wunderschöne Hülle, die die Scheinwerfer von der Decke bestrahlten. Motor und Getriebe fehlten ihm ebenso wie Achsen oder Lenkung und um zahlreiche Details des 2+2-Sitzers war es nicht zum Besten bestellt. So versteckte sich unter der betörend schönen Hülle die Plattform des Jaguar XJ mit zugegeben neuer Fahrwerkstechnik aus dem Rennsport. Doch mit der Rennstrecke hatte der Briten-Beau weder mit seinem belederten Innern noch mit seinem Antrieb etwas zu suchen. Immerhin wurden dem Jaguar-V6 dank Kompressortechnik 250 kW/340 PS entlockt. Sechs Jahre nach der Premiere erschien der aufwendig überarbeitete DB7 Vantage. Der V6 wurde durch einen deutlich kraftvolleren V12-Sauger mit 5,9 Litern Hubraum und donnerndem Klang ersetzt. Das ergab eine völlig andere Leistungscharakteristik mit fortan 313 kW/426 PS und 542 Nm Drehmoment. Dank Sechsgang-Handschaltung oder Fünfgangautomatik war das Antriebspaket kaum wiederzuerkennen. 

#45, Aston Martin, DB7, DB9
Trotz der bulligen Frontpartie überzeugt der DB7 mit seinem eleganten Auftritt.

Nicht wiederzuerkennen war der Nachfolger Aston Martin DB9. Der wurde mit seinem betont bulligen Auftritt, der charakteristisch endlos langen Motorhaube und seinen grazilen Linien nicht nur optisch ein Volltreffer, sondern konnte technisch ab dem Jahre 2004 weit mehr überzeugen als seine Vorgänger. Das lag nicht zuletzt an einer komplett neuen technischen Basis, die die alte Jaguar XJ-Plattform aus den 60er-Jahren vergessen ließ, und dem neuen Produktionsstandort im britischen Gaydon. Die Aston-Martin-Verantwortlichen waren so stolz auf das neue Modell, dass der große technische Fortschritt sich auch für jedermann in der Nomenklatur wiederfinden sollte. Daher trug das neue Modell das Signet DB9 und nicht DB8 auf dem Heckteil.

#45, Aston Martin, DB7, DB9
Das Design des DB9 ist noch kraftvoller als beim DB7.

Der 4,71 Meter lange 2+2-Sitzer war und ist nicht nur betörend schön, sondern auch technisch deutlich zeitgemäßer. Der anfangs 456 PS starke V12-Koloss – über und hinter der Vorderachse verbaut – machte den Briten bereits zum Marktstart im Jahre 2004 erstmals über 300 km/h schnell. In den beiden Modellpflegen 2008 und 2013 gab es dann Leistungsnachschläge auf 476 und später sogar 517 PS (aus dem Vanquish).

Text Stefan Grundhoff/press-inform  Fotos Aston Martin

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#45, Mercedes-Benz, W113, Pagode, SL

 

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