Datsun 240Z im Rallyeeinsatz
Klassiker

Perfekt für die Rallye

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 Text Paul Hardiman // Foto Gerard Brown

STARK, AUSDAUERND, ETWAS UNTERSCHÄTZT UND MIT EINER DEFTIGEN PORTION KULT – DER DATSUN 240Z IST EIN DANKBARER RENNER FÜR DIE RALLYE-LANGSTRECKE

Gerade einmal 303 Fahrzeuge fanden ursprünglich nach Deutschland – von 150.000 Exemplaren, wohlgemerkt. Damit ist ein Datsun 240Z vermutlich das seltenste Massenauto – und das macht ihn ideal für einen einfachen Rennwagen mit dem gewissen Twist. »Mit einem amerikanischen Daily Driver für rund zwanzigtausend Dollar ist man gut bedient, dazu kommen noch einmal die Hälfte für Fahrwerk, Vergaser und andere Umbauten«, stellt Laurence Evans vom britischen Z-Spezialisten Star Motorsport fest.

Und: »Für einfache Langstrecken-Gleichmäßigkeitsprüfungen reichen Tripmaster, neue Verschleißteile im Fahrwerk und ein Ölwannenschutz«, so Evans. Ein für die Rallye London–Kapstadt vorbereitetes Auto ist schon um die 60.000 Euro zu haben, wohingegen ein konkurrenzfähiger Aufbau nach East-African-Safari-Spezifikation schnell das Dreifache kosten kann. Standardteile wie ein geschraubter Überrollkäfig sind problemlos erhältlich, das geschweißte Pendant kostet bei Custom Cages knapp 2500 Euro und ist wegen des Zugewinns an Steifigkeit äußerst empfehlenswert.

JE NACH RALLYE-SPEZIFIKATION LÄSST SICH DER 240Z MEHR ODER WENIGER AUFMOTZEN

Beim Gestühl hat man die Qual der Wahl: Zeitgemäß sind beispielsweise klassische Recaros. »Für eine annähernd 50 Jahre alte Konstruktion ist das Fahrwerk hervorragend und nicht weit weg von heutigen Idealvorstellungen.« Das hält Star Motorsport aber trotzdem nicht davon ab, bei Bilstein verschiedene sondergefertigte Stoßdämpfer in Auftrag zu geben, deren Preisspektrum je nach Einsatzzweck von 5000 bis 15.000 Euro reicht. Für diese Summe erhält man dann aber auch Highend-Gasdämpfer mit ausgelagertem Druckspeicher, gerade passend für die nächste Safari.

Der Reihensechszylinder des 240Z ist dankenswerterweise ein zähes Ding, doch selbst ein Neuaufbau mit gesunden 230 PS kostet kaum mehr als 5000 Euro. »Das ist dann immerhin schon ein 2,8-Liter aus dem größeren Nachfolgemodell mit behutsamen Eingriffen. Damit lässt sich auch ganz gut täglich zur Arbeit fahren.«

DER REIHENSECHSZYLINDER DES 240Z IST DANKENSWERTERWEISE EIN ZÄHES DING, DOCH SELBST EIN NEUAUFBAU MIT GESUNDEN 230 PS KOSTET KAUM MEHR ALS 5000 EURO

Wer es noch stärker will, kann für gut und gerne 25.000 Euro einen haltbaren Rennmotor mit großzügigem Leistungsplus sein Eigen nennen, inklusive Schmiedekolben, Doppelzündung und einiger Einzel-anfertigungen. Eine finanzielle Wohltat hingegen ist das Getriebe: Die Schaltbox des 280Z ist etwas kürzer übersetzt, und genauso haltbar wie die des 240Z.

Wenn man schon dabei ist, darf ein Differenzial nicht fehlen, die aus dem 260Z oder ähnlichen Modellen passen und liegen bei etwa 1500 Euro, ebenso eine Getriebeüberholung. Die originalen Antriebswellen sind nicht schlecht, doch existiert eine stärkere FIA-konforme Variante – Kostenpunkt: 5000 Euro.

An vielen Autos finden sich Bremssysteme mit Vierkolbenbremssätteln von Sumitomo. Die kosten an der Vorderachse 600, hinten 800 Euro, historisch korrekt sind allerdings nur Autos mit hinteren Trommelbremsen. Alternativ bieten sich sowohl die Bremsanlage des 280SX als auch die der baugleichen Limousine an. Empfehlenswerte Felgen sind klassische Minilites, die sowohl optisch als auch unter Zeitgeist-Gesichtspunkten zum Auto passen.


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