#37, Lancia, Monte Carlo Gp5, 037 Gruppe B, Delta Integrale Gruppe A, Rallye-Weltmeister
Klassiker

Lancia-Boliden der 80er-Jahre für Rallye und Rundstrecke

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Lancia Delta Integrale Gruppe B 037  Beta Montecarlo


OCTANE#37

 

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Text David Lillywhite // Fotos Mark Dixon // Bearbeitung Thomas Imhof

Wir sind hier definitiv nicht im Rallye-Traumland. Kein Hauch von Col de Turini, den Taita Hills oder gar Kielder Forest. Denn wir sind in Florida. Und die Kinnladen der Einheimischen fallen reihenweise nach unten, wenn ihnen das Concerto Grosso aus drei Lancia in die Gehörgänge dröhnt. Wir sind hier mit dem in Irland geborenen und nun im Sunshine State residierenden John Campion, der sich als Zuschauer bei Rallyesonderprüfungen in County Killarney mit dem Rallyevirus infizierte. Aus seiner exquisiten Sammlung haben wir uns drei ganz besondere Lancia-Highlights ausgesucht: einen Delta Integrale, Siegerwagen der Rallye-WM 1988, einen Gruppe B 037 von 1983 und einen Beta Montecarlo, der 1981 seine Klasse in Le Mans gewann.

#37, Lancia, Monte Carlo Gp5, 037 Gruppe B, Delta Integrale Gruppe A, Rallye-Weltmeister

Los geht es mit dem Lancia Delta Integrale. Selbst in diesem Umfeld wirkt er hart wie Stahl. Er steht hoch auf seinen OZ Felgen, die Martini Streifen kaschieren nur notdürftig die Ausbuchtungen der Motorsportversion. Doch sind es vor allem die angepappte Lampenbatterie und die riesigen Schmutzfänger, die ihn als Rallyeauto ausweisen. Nur der martialische Heckspoiler der späteren Evo-Versionen fehlt noch.

Innen haben die Italiener die ohnehin schon kargen Komfortfeatures des Serien-Integrale auch noch entfernt und sie durch eine überwältigende Zahl von Schaltern und Tripmastern ersetzt. Der Drehzahlmesser dominiert alles, doch rechts davon macht sich eine Ladedruckanzeige fast genauso breit. Das abgewetzte Lenkrad hielt schon Werksfahrer Miki Biasion in den Händen, auch der digitale Tripmaster aus braunem Plastik ist original, wurde einst mit Daten gefüttert von Copilot Tiziano Siviero.

Das Auto ist einer von vier bei Abarth aufgebauten Gruppe A Integrale für die Rallye-WM von 1988, und dieses spezielle Modell ist jenes, mit dem Biasion/Siviero 1988 in Portugal und bei der Olympus-Rallye in den USA siegten. Da kein anderer Integrale damals mehr Punkte für die Marken-Wertung sammelte, erklären wir ihn hiermit offiziell zum WM-Siegerauto 1988.

Nach diesem Triumph verkaufte Fiat den Integrale nach Australien, wo ihn unter der Bewerbung von Fiattorque Greg Carr und Iain Stewart 1989 und 1990 auf Top-Platzierungen – darunter mehrere erste Plätze, unter anderem bei der Tasmanien Rallye – pilotierten. Fiattorque bot das Auto dann zwischen 1991 bis 1993 für 40.000 Dollar zum Verkauf an. Doch fand sich kein Käufer, und so verschwand es mehr und mehr unter alten Ersatzteilen. »Wir haben ihn dann in Sydney aus diesem Schuppen gerollt«, sagt John. »Er war über und über mit Foster Bierdosen und Kopien des Sydney Morning Herald zugedeckt. Eine Inspektion war auf die Schnelle schwierig, doch es waren noch alle Papiere da, und das zählte für uns!«

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