Land Rover, Serie 1, Prototyp, Isle of Islay
Klassiker

Land Rover Serie 1 – Auf den Spuren von Wilks

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Als Geschäftsführer von Rover überwachte Spencer Wilks die Entwicklung des Land Rover. Wo könnte man daher einige klassische Landies passender durch die Wildnis scheuchen als auf der schottischen Isle of Islay, wo er seinen Landsitz hatte?

TEXT Mark Dixon // FOTOS LAND ROVER // BEARBEITUNG Thomas Imhof

„Und das ist der, der nach einem Antiseptikum schmeckt“, sagt George Wilks über einen der drei Single Malts, die er uns zum Verkosten nach dem Dinner mitgebracht hat. Er hat absolut recht: Unsere Geschmacksnerven melden ein Aroma, das an eine andere gelbliche Flüssigkeit erinnert, die man Neunjährigen zur Vorbeugung von Wundinfektionen auf die aufgeschürften Knie tröpfelt. Ein England seit 1918 als TCP bekannt.

Müßig zu betonen, dass der Whisky seine Wirkung schneller entfaltet als es das beliebte Desinfektionsmittel könnte. Er schmeckt deutlich nach Moor, was für den Land Rover-Ausflug am nächsten Morgen hoffentlich kein schlechtes Omen ist. Zumindest läuft auch dieser Geschmackstest im Namen der Forschung: Denn George Wilks und seine Familie sind Nachkommen von Spencer Wilks, von 1933 bis 1957 Geschäftsführer von Rover und der Mann, der – zusammen mit seinem Bruder Maurice, dem Rover-Chefingenieur – den originalen Land Rover erfand.

Land Rover, Serie 1, Prototyp, Isle of Islay
Der Land Rover Prototyp »R07« galt bis vor Kurzem als verschollen. Wir erzählten die Geschichte seiner Entdeckung und die Pläne für die Zukunft.

Die Wilks-Familie hat eine starke Verbindung zu Islay (ausgesprochen Aila), der südlichsten und fruchtbarsten Insel der Inneren Hebriden an der Westküste Schottlands. Spencer und seine Frau Kathleen besaßen auf Islay den Landsitz Laggan und verbrachten den Großteil ihres Lebens dort. Die Nachkommen führten die Tradition dann fort: Vor gut zwölf Jahren gründete Wilks Enkelin Kathy zusammen mit ihrem Mann Anthony und den drei Söhnen George, James und Peter die Destillerie Kilchoman. Wie unsere Karte zeigt, haben sie viel Konkurrenz, denn die Whiskey Produktion hat eine lange Geschichte auf der Insel. Was Kilchoman von den anderen unterscheidet: Es ist eine Farmbrennerei, auf der alles vor Ort gemacht wird: vom Anbau der Gerste bis zum Befüllen der Flaschen.

Dass Kilchoman einen in den Hausfarben der Brennerei lackierten Land Rover Defender für Promotionstouren auf Islay und quer durch Europa einsetzt, wirkt da nur allzu logisch. Auf Islay eröffnete 1948 auch der erste Land Rover-Händler überhaupt, und nirgendwo sonst fahren diese Urviecher schon so lange über Stock und Stein wie hier.

Unser Flug nach Islay erfolgte mit einer Britten-Norman BN-2 Islander. Das Flugzeug hat zwei Propellermotoren, aber nur einen Piloten, der näher an den vier Passagieren sitzt als der durchschnittliche Busfahrer. Diese Old-school-Form des Transports passt zur Insel, die aus einer anderen und weniger hektischen Zeit zu stammen scheint. Nach der Ankunft werden wir davon unterrichtet, dass unsere geplante Fahrt über den Strand verschoben werden muss, weil dort gerade eine Mine aus dem Zweiten Weltkrieg an Land gespült worden sei.

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