#37, Ford, Mustang, Bullitt, Steve McQueen, Ponycar
Moderne Klassiker

Ford Mustang Bullitt – Auf den Spuren von Steve McQueen

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 Mit dem 460 PS starken Mustang Bullitt feierte Ford im letzten Jahr das 50-jährige Jubiläum des Filmklassikers mit Steve McQueen. Und entführt uns mit der Neuauflage des Klassikers in eine Zeit, in der Autos noch qualmen durften …

Make America great again – nein, dieser Mustang Bullitt braucht keinen trumpschen Wahlslogan, denn er wirkt auch ohne patriotisches Gebrüll wie ein All American Hero. Ruht mit sich und seinem 5,0 Liter-V8 wie das Monument Valley. Der Mustang ist seit 1964, als das erste Ford Pony Car auf die Koppel sprang, eine amerikanische Sportwagen-Institution. Die alle Präsidenten seit Lyndon B. Johnson überlebt hat und ziemlich sicher auch den amtierenden Mann im Weißen Haus noch überdauern wird. Zehn Millonen Mustang hat Ford in 54 Jahren gebaut. Zuletzt im Herbst 2017 spendierte man dem Muscle Car 450 statt zuvor 421 PS, LED-Licht und moderne Fahrer-Assistenzsysteme. Und weil sich in 2018 die Premiere des Thrillers Bullitt mit Steve McQueen in der Hauptrolle zum 50. Mal jährt, schob Motown als Hommage gleich noch einen limitierten Mustang Bullitt nach. Natürlich auf Basis des V8-Fastbacks und in der Farbe Montana Grün Metallic, die dem Highland Green des Filmautos sehr nahe kommt.

#37, Ford, Mustang, Bullitt, Steve McQueen, Ponycar
Analog zum Filmauto aus 1968 dominiert auch im modernen Bullitt eine »böse« Optik die Frontpartie: Schwarzer Grill ohne Pferchen, kaum Chrom und keine Ford-Pflaume.

Wie beim Porsche 911 ist es die vom Dach in die Heckpartie überlaufende Linie, die, bevorzugt von schräg hinten, die größte Verführungskraft aufbaut. Zusammen mit dem konkav gewölbten Heckdeckel erzeugt sie schon im Stand Vorwärtsdrang. Ergänzt wird diese Sahneseite beim Bullitt durch schwarze 19-Zöller im Torq Thrust-Stil, unter denen rote Bremssättel hervorlugen. Der trapezförmige Grill – auch dies als Hommage an das Filmauto von 1968 – giert böse schwarz nach Luft und ist frei vom sonst dort zentral prankenden Mustang. Der einschlägige Zubehörhandel kann da sicher helfen, wenngleich echte Bullitt-Fans das als Sakrileg abtun dürften. Ebenso wie die sonst obligatorischen »5.0«-Embleme an den Seitenflanken oder das »GT« am Heck. Gern mitnehmen werden sie hingegen typische Mustang-Designikonen wie die drei vertikalen Balken der Heckleuchten, die in den kiemenartigen Tagfahrleuchten wiederaufgenommen werden.

Innen taten die Designer alles, um auch hier authentisches Mustang-Feeling zu erzeugen. Die Historie bemühen vor allem die beiden sehr ähnlich geformten Armaturenbretthutzen vor Fahrer und Beifahrer – »Double-hood« genannt. Der Billardkugel-Schaltknüppel wiederum erinnert an das Filmauto und dessen Viergang-Box. Die Kippschalterleiste unterhalb der Klimaanlage ist ebenfalls klassisch, nur die Bedienlogik – zum Aktivieren muss man die Wippen ziehen statt drücken – wirkt unlogisch. Die voll digitalisierten Instrumente lassen sich je nach Fahrmodus – es gibt insgesamt sechs von »Normal« bis zu einem nur auf Rennstrecken abrufbaren Drag-Modus – spielerisch konfigurieren. In den schärferen Programmen wandelt sich der Drehzahlmesser zu einem waagerechten Band, das dann wohl einen Dragstrip symbolisieren soll.

Text Thomas Imhof // Fotos Ford

Lesen Sie die ganze Geschichte in OCTANE #37


OCTANE#37

 

Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 37

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