#41, BMW Z8, BMW 507, Albrecht Graf von Götz, Chris Bangle
Moderne Klassiker

BMW Z8 – Neoklassiker im Dienste ihrer Majestät

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Der BMW Z8 ist längst zu einem Neoklassiker geworden. Der offene Beau fährt sich jedoch völlig anders, als man es von einem Youngtimer erwarten würde.

 Seinen bekanntesten Auftritt hatte der BMW Z8 einst im Dienste Ihrer Majestät. Im James-Bond-Streifen »Die Welt ist nicht genug« rettet 007 James Bond alias Pierce Brosnan mit Hilfe des spektakulären Doppelsitzers im Jahre 1999 die Welt vor einem perfiden Duo, das mit Hilfe einer Atombombe weltweites Chaos verbreiten will. Auch wenn wie immer am Ende James Bond gewinnt, das Böse besiegt ist und sich eine adrette Schönheit in den Armen von 007 wiegt, nimmt es für den strahlend silbernen BMW Roadster kein gutes Ende – er wird auf einem klapperigen Holzsteg in der Mitte durchgesägt.

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Auch der Schöpfer des legendären BMW 507, Albrecht Graf von Götz zeigte sich vom Design des Retro-Roadster begeistert.

Egal welche Jahreszeit oder Region man für seine Ausfahrt mit dem offenen Doppelsitzer ausgewählt hat, ganz so dramatisch ist die Tour nicht; jedoch hat sie 20 Jahre nach der Vorstellung des intern E52 genannten BMW nichts von ihrer Faszination verloren. Anstelle diverser Assistenzsysteme erwarten den Fahrer puristisches Autofahren und ein Motorensound, der die Tourplanung entscheidend beeinflusst. Schließlich wird gerade in offen durchfahrenen Tunneln oder Bergpassagen der gänsehautfördernde Klang der acht Trompeten von München potenziert und dieser hat zweifelsohne Suchtpotenzial.

Die Geschichte des BMW Z8 beginnt bereits Jahrzehnte vor seiner feierlichen Enthüllung. Und so sind in die Entstehungsgeschichte des Edelroadsters Persönlichkeiten involviert, die der Automobilindustrie ihren Stempel aufgedrückt haben. Bei einer Vorstandsausfahrt im Klassiker BMW 507 schwärmte der damalige Entwicklungsvorstand Wolfgang Reitzle über das legendäre Automobil. Der damalige BMW-Vorstandsvorsitzende und spätere VW-Chef Bernd Pischetsrieder dachte nicht lange nach und initiierte das Projekt einer modernen Neuauflage des legendären BMW 507. Chef-Designer Chris Bangle bewies, dass seine automobilen Visionen weiter reichten, als das Design rollender Trutzburgen und ließ seinem Team, allen voran Henrik Fisker, Adrian Hooydonk und David Carp bei der Umsetzung weitgehend freie Hand. Doch so richtig wollte man das interne Projekt Z07 nicht an die große Glocke hängen und so war lange Zeit in der Firmenzentrale am Münchener Petuelring und dem benachbarten Entwicklungszentrum FIZ nur ein kleiner Kreis von Personen eingeweiht.

Als die Neuinterpretation auf den seinerzeit boomenden Automobilmessen in Tokio 1997 und kurz danach im Januar 1988 in Detroit als Studie Z07 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, war diese schlicht begeistert. Selbst der Schöpfer des 507, Albrecht Graf von Goertz, erteilte seinem Enkel den Design-Ritterschlag: »Wenn ich den 507 heute entwerfen würde, würde er aussehen wie der BMW Z8.« Dem war nur wenig hinzuzufügen. Also gab der BMW-Vorstand grünes Licht für den Bau einer Kleinserie, die so schnell als möglich in die Tat umgesetzt werden sollte.

Lesen Sie die ganze Geschichte in OCTANE #41

Text Stefan Grundhoff //  Fotos BMW Classic


#41, Porsche 909, Aston Martin, Bugatti, Ford allardette, Abarth 595, BMW Z8, Bizzarrini

 

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