#28, BMW, 3.0 CSL, Alpina B2S, Leichtgewicht, Burkard Bovensiepen
Klassiker

BMW Alpina B2S – Ein 3.0 CSL auf Steroiden

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Der auf dem 3.0 CSL basierende BMW Alpina B2S gehört zu den frühesten Kreationen des legendären Allgäuer Tuning-Spezialisten Alpina. Dieses scharfe Gefährt betört selbst Kunstsammler. 

Dieser BMW Alpina B2S in blendendem Inca Orange ist ein besonders auffälliges und seltenes Prachtexemplar des 3.0 CSL – denn er gehört zu den ersten 169, durchweg vergaserbefeuerten CSL-Leichtgewichten. Aus ihnen gingen die Prototypen für das europäische Tourenwagen-Championat hervor.

#28, BMW, 3.0 CSL, Alpina B2S, Leichtgewicht, Burkard Bovensiepen
Jede Fahrt mit diesem BMW Alpina B2S ist ein Genuss für alle Sinne.

Unser Schätzchen hier ist ein Ultra-Leichtgewicht. Es bringt 135 Kilo weniger auf die Waage als spätere CSL, von denen die meisten nachträglich mit dem schweren »City Pack« ausgestattet wurden. Dazu gehörten elektrische Fensterheber, eine Servolenkung, Chromstangen, Seitenfenster aus Glas, Kabelzugauslöser statt Sicherungsstiften zum Öffnen der Haube sowie Geräuschdämpfung und dicke Teppichauflagen für den Innenraum. Zudem wurden Federung und Stoßdämpfer weicher ausgelegt. Dieser 1971er ist also der Reinste seiner Art und zudem der eindeutigste Motorsportvertreter. Ein direkter Vorläufer jener CSL-Racing-Generation, die sich großer Erfolge erfreute. Aber unser Exemplar ist weit mehr: ein Alpina B2S mit diversen weiteren legalen Modifikationen in der Zulassung.

Der Wagen mit der Fahrgestellnummer 2211724 wurde direkt an Burkard Bovensiepens Tuning-Fir- ma Alpina geliefert und von dessen Team in die Mangel genommen. Er verfügte bereits über die Karosse aus leichtem Stahl – was sich bei leichtem Druck auf die Dachmitte nachvollziehen lässt – Aluminiumtüren, Haube und Heckklappe mit simplen Öffnungsmechanismen und feste hintere Acrylglasfenster. Er verzichtete sowohl auf eine vordere Stoßstange (die hintere besteht aus Fiberglas) als auch auf das schwergewichtige City Pack. Außerdem erfuhr die Sechszylindermaschine eine komplette Alpina-Auffrischung: eigens geschmiedete Hochdruck-Kolben, große Ventile, Nockenwelle mit ausladendem Ventilhub, Triple-Weber-45DCOE-Vergaser, eine optimierte Auspuffanlage sowie eine Straßenversion der fünfgängigen ZF-Schaltung. Hinzu kamen justierbare vordere und hintere Stabilisatoren, verkürzte Federwege, Bilstein-Stoßdämpfer, ein ölgekühltes Sperr-Differential und rundum großzügig belüftete Scheibenbremsen hinter den aufwendig gestylten 14-Zoll-Felgen. Das Resultat war ein straßentauglicher Sportwagen in seiner puristischsten Form: mit furiosen 246 PS im tiefergelegten Chassis sowie dem Versprechen eines Blitzstarts in 6,6 Sekunden von null auf hundert bei einer Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h – schneller als ein Aston Martin V8 aus derselben Ära.

 

Text Robert Coucher // Fotos Paul Harmer // Bearbeitung Matthais Breusch


#28, Lancia, Stratos HF, Sandro Munari, Rallye Monte Carlo

 

Die ganze Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 28

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