#30, Pininfarina, Konzept, H2 Speed, Sigma
Klassiker

Pininfarina Konzepte heute und vor 50 Jahren

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Zwei Konzeptfahrzeuge von Pininfarina, die völlig unterschiedlich aussehen. Und doch verbindet sie mehr als nur die rasante Optik.

Paolo, los, entwirf etwas, um all diese verrückten Rennfahrer davon abzuhalten, sich umzubringen!« So simpel lautete die Arbeitsanweisung, die 1968 Pininfarina-Designer Paolo Martin von seinem Boss Franco Martinengo erhielt, dem Leiter des Centro Stile Pininfarina. Martins Lösung des Problems war der Sigma Grand Prix, den man 1969 auf dem Genfer Autosalon als Konzeptfahrzeug vorstellte.

#30, Pininfarina, Konzept, H2 Speed, Sigma
Fast 50 Jahre später entwickelte der H2 Speed (rechts) Ideen des Sigma weiter, sollte aber vor allem das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigen.

»Das Presseecho war damals immens, der Sigma wurde tatsächlich aus dem Stand ein Riesenerfolg«, erinnert sich Martin, »weil das Modell von der schweizerischen Automobil Revue unterstützt und beworben wurde und weil viele der wichtigsten Manager der Automobilwelt hinter uns standen.«

Dazu muss man wissen, dass sich die Anzahl tödlicher Unfälle im Motorrennsport in den späten 60ern auf einem geradezu tragisch hohen Niveau befand. Sowohl im Rennsport als auch in der herkömmlichen Automobilproduktion wurde seitens der Hersteller nach praktikablen Lösungen zur Verbesserung der Fahrsicherheit geforscht.

»Der Auftrag kam schon überraschend für mich«, sagt Martin, »allein deshalb, weil ich niemals zuvor einen Formel 1-Boliden mit eigenen Augen gesehen hatte und weil es um ein ganzheitliches Konzept zum Thema Fahrsicherheit gehen sollte. Was mich im Nachhinein am meisten verblüfft, ist, dass die Ideen aus dem Sigma-Entwurf im Rennsport Realität geworden sind. Auch wenn sie teilweise anders umgesetzt worden sind, als ich es angestoßen hatte.«

Etwas anderes war vor 50 Jahren ebenfalls noch nicht vorauszusehen: 2016 wurde der Sigma zur Inspiration Pininfarinas für eine weitere Innovation, den H2 Speed. Der geistige Vater des H2S ist Fabio Filippini, derzeitiger Leiter der Designabteilung.

»Als wir den Wagen in Genf vorstellten«, sagt Filippini, »waren viele Besucher der Messe zunächst überrascht. Auf Anhieb konnten sie kein einziges Designelement ausmachen, welches beide Modelle gemeinsam hätten. Tatsache ist, dass beide Autos das Ergebnis einer Sammlung von Ideen über die Zukunft des Autos sind. Diese Ideen haben wir bei beiden Modellen direkt praktisch umgesetzt.«

Text Massimo Delbò Fotos Jason Fong  Bearbeitung Nadja Tremmel

Lesen Sie die ganze Geschichte in OCTANE #30


Ferrari 250, California Spyder, Alfa 8C 2300, Abarth 1100 Sport Ghia, Maserati 3500GT, Lancia Aurelia

Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 30

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