Dieser Maserati 3500 GT mit Superleggera-Aufbau von Touring durchlief eine spezielle Restaurierung – bei dem Kleinserienhersteller, der sich in der Tradition der legendären Mailänder Carrozzeria sieht.

Eine neue Carrozzeria Touring
Als diese weiße Schönheit auf mich zurollt ist »Bellissima!« alles, was ich herausbringe. Sehr viel weiter reicht mein Italienisch nicht, doch dieser emotionale Ausruf kommt tief aus meinem Innern. Ich stehe an der Zufahrt zu einem Adelssitz etwas außerhalb des Mailänder Vororts Arese. Es ist ein ungewöhnlich schöner Wintertag. Das flach einfallende Sonnenlicht lässt den polierten Chrom blitzen und betont die anmutigen Linien dieses Maseratis, der unverkennbar aus der goldenen Ära des Gran Turismo stammt.
Andrea Dragoni leitet die Klassikabteilung bei der Carrozzeria Touring Superleggera (CTS), die sich mit ihrem Namen und ihrem Selbstverständnis konsequent auf die Carrozzeria Touring (1926 bis 1966) sowie deren berühmte Superleggera-Bauweise bezieht. Gleich kommt der lang erwartete Moment, und ich darf mich ans Steuer von Dragonis neuestem Werk setzen. Zuvor muss ich jedoch erklären, muss ich jedoch erklären, was mich überhaupt nach Norditalien geführt hat. Die 2006 gegründete Carrozzeria Touring Superleggera machte vor allem mit ihrer umwerfenden Neuauflage des Disco Volante im Jahr 2012 sowie dem 2024 präsentierten Superleggera Veloce12 Schlagzeilen, der sensationellen Neuinterpretation des Ferrari 550 Maranello.

Restaurierung einer Legende
Weniger bekannt ist, dass sich CTS auch die Restaurierung der größten Touring-Kreationen auf die Fahnen geschrieben hat. Ob für Kunden oder – wie in diesem Fall – für die eigene Collection: CTS versetzt ausgewählte Fahrzeuge mit Touring-Karosserie in ihre frühere Pracht zurück. So wie diesen Maserati 3500 GT, der einen Meilenstein in der Entwicklung von Maserati und Touring darstellte und sich für eine Restaurierung schlicht aufdrängte.
Der Maserati 3500 GT steht maßgeblich für den Beginn der großen Gran-Turismo-Ära. Mitte der 1950er-Jahre wandelte sich die Automobilwelt. Die führenden Volkswirtschaften erholten sich von den dürren Nachkriegsjahren oder profitierten wie die USA von den immensen staatlichen Investitionen in die Kriegswirtschaft. Viele (neu)reiche amerikanische Industrielle interessierten sich für europäische Luxusartikel.





Text John-Joe Vollans // Bearbeitung Johannes Schnettler // Fotos Lorenzo Colombo, CTS
Die Geschichte der Restaurierung des Maserati 3500 GT lesen Sie in OCTANE #81
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