#32, Audi, Typ C, Silberpfeil, Hans Joachim Stuck, Striegel Stuck, Grossglockner
Allgemein

Auto Union Typ C – Silberpfeil am Grossglockner

Vorherige Story
Nächste Story

Der Auto Union Typ C war 1936 der erfolgreichste Rennwagen. Strietzel Stuck fuhr den Original-Nachbau des Wagens, mit dem sein Vater 1938 das Bergrennen am Großglockner Grand Prix gewann.

Um es gleich vorweg zu sagen: Nein, es ist nicht derselbe Wagen. Der Spezialrennwagen Auto Union Typ C, mit dem Hans Stuck 1938 das Bergrennen am Großglockner gewann, ging als Kriegsbeute in die Sowjetunion und dort verloren. Das Auto, mit dem sein Sohn »Strietzel« Stuck beim diesjährigen Großglockner Grand Prix den Pass erstürmte, ist eine exakte Kopie des Auto Union GP-Wagens Typ C aus dem Deutschen Museum in München. »So original, dass er 1936 eine Startberechtigung bekommen hätte«, betont Timo Witt, Leiter der Historischen Sammlung von Audi.
#32, Audi, Typ C, Silberpfeil, Hans Stuck, Grossglockner
Einmalig und eindrucksvoll: Audi hatte seine beiden Nachbauten vom Typ C und Typ D an den Großglockner gebracht und ließ sie hintereinander auf die Strecke gehen.

Design, Konstruktion, Technik und Material dieses Nachbaus entsprechen einem originalen Auto Union Typ C Grand Prix Rennwagen. Als Vorlage diente ein Modell, das die Auto Union 1937 dem Deutschen Museum in München geschenkt hatte und das als einziger AU-Silberpfeil in Westdeutschland blieb. Die aufgeschnittene Karosserie diente als Anschauungsmodell, wurde im Krieg schwer beschädigt und durch Audi 1979/80 repariert und wieder fahrtüchtig gemacht. Es ist einer von nur fünf Silberpfeilen aus Zwickau, die den Krieg überlebt haben.

Der von Strietzel Stuck beim Großglockner Grand Prix gefahrene Silberpfeil als Bergversion mit Zwillingsreifen ist also weder ein historisches Fahrzeug noch entspricht er dem Typ C Spezial-Rennwagen ohne Zwillingsbereifung, mit dem Hans Stuck seinerzeit im Rennen siegte. Trotzdem lebt mit ihm fast 80 Jahre später noch einmal die Stimmung auf, wenn ein Typ C am Berg unterwegs ist. Schon von Weitem hört man den Motor hinter der Kurve wie ein Sägewerk. Je näher der Wagen kommt, umso mehr steigert sich der Sound zum Orkan. Schnarrend, sprotzelnd, brüllend tobt das Auto vorbei, als wolle es die Straße fressen. Vor den Kehren wird es marginal ruhiger, wenn Zwischengasstöße das Triebwerk am Leben erhalten. Auf der folgenden Geraden räuspert sich das V16-Monster dann nur kurz, bevor ihm der Verdichter mehr Leistung eintrompetet und sich der Sturm von Neuem erhebt.

Text Ulrich Safferling  Fotos René Hey, Audi Tradition


#32, Porsche 959, Supersportwagen

 

Die ganze Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 32

HEFT BESTELLENABO BESTELLEN

 


Vorherige Story
Nächste Story
0 Shares

Kommentar verfassen