Ein originaler Porsche RSR Spezifikation, Baujahr 1972
Klassiker

Porsche 911 RSR Spezifikation: Was ist dieses Original wert?

Vorherige Story
Nächste Story

OCTANE#12

 

Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 12

HEFT BESTELLENABO BESTELLEN

 


 

TRAUMHAFT SCHÖN: HIER STEHT ER, EIN PORSCHE 911 RSR SPEZIFIKATION, BAUJAHR 1972. WIR BEWERTEN DAS ORIGINAL UND VERRATEN SEINEN MARTKTWERT

Bei Fahrgestellnummer 911 2 10 2915 handelt es sich um eines der im Jahr 1972 gebauten Ölklappenmodelle. Die Kämpfe, aufgewirbelte Steine, Curbs und mancher Rennmechaniker haben an diesem Wagen ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Der einstige Recke trägt sie offensichtlich mit Stolz.

KAROSSERIE
Ursprünglich wurde das Auto von Porsche USA als 911 T USA ausgeliefert. Der Besitzer hat es noch vor seiner ersten Inbetriebnahme auf die damalige RSR-Spezifikation (Homologation Nr. 3053) umgerüstet. Die Porsche RSR der Jahre 1972 und 1973 hatten werksseitig massive, aus Blech gefertigte Verbreiterungen. Insgesamt war jedoch die Karosserie jener Modelle eine leichtere, die an nichttragenden Stellen mit dünnerem Blech gefertigt worden war.

Karosseriedetail des Porsche 911 RSR Spezifikation
Die nichttragenden Stellen bestehen aus dünnerem Blech.

GESCHICHTE
Dieser 911 RSR wurde ab 1972 in den Anfängen des Porsche Racing Clubs bei Rennen eingesetzt. Später diente der Wagen Instruktoren des Porsche Club of America als Begleit- und Schulungsfahr-zeug. Tatsächlich war der Wagen noch bis ins Jahr 1999 in kommerziellem Einsatz bei zahlreichen Lehrgängen und motor-sporthistorischen Veranstaltungen. Der Motor hat nach einem Brand eine umfangreiche Überholung erfahren. Im Anschluss wurde Nr. 2915 kaum mehr bewegt und stand bis vor ein paar Monaten in einer Garage bei San Francisco. Auf seinen nächsten Renneinsatz wartet der 911 bis heute.

MOTOR & GETRIEBE
Die Vorgabe für den Motor dieses Wagens war, ein leistungsstarkes, haltbares, dem Reglement entsprechendes 2,8-Liter-Aggregat aufzubauen. So nahm man (wie Porsche damals für die Werks RSR’s) ein frühes Aluminiumdruckgussgehäuse. Dieses wurde mit diversen Modifikationen im Bereich der Ölpumpe, Kolbenbodenkühlung etc. versehen und zur besonderen Steifigkeit mit Stiften verpinnt. Die Kurbelwelle wurde mit speziellen Umlauffräsungen, ebenfalls zur besseren Schmierung, versehen. Es wurden Mahle 2,8 Kolben und Zylinder verwendet. Die Zylinderköpfe wurden strömungsgünstig bearbeitet und auf Doppelzündung umgerüstet. Es wurde eine mechanische Einpritzanlage von Bosch mit originalen RS Einlaufrohren verbaut. Ein RSR Motor leistet ca. 300 PS bei ca. 8000 U/min.

ORIGINALITÄT
Chassis, Motor und Anbauteile entsprechen noch heute den Anforderungen von damals und sind in besonders zeitgenössischem und authentischem Zustand. Das Auto hatte insgesamt bislang nur zwei Besitzer, die beide auch Mitglied des amerikanischen Porsche Clubs PCA waren. In seiner gesamten aktiven Zeit hat der Rennwagen keinen Unfall erlitten; das Auto steht heute noch fast vollständig im ersten Lack.

Heckdetail des Porsche 911 RSR Spezifikation
Der Erstlack ist fast noch vollständig – was auch der Tatsache zu verdanken ist, dass der Wagen bis heute unfallfrei ist. Dennoch springt er an der einen oder anderen Stelle und platzt ab.

BERWERTUNG
Zustandsnote:         4+
Originalität:             A
Marktwert: 4+:        160 000 Euro
Marktwert 4+/A:     840 000 Euro


OCTANE#12

 

Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 12

HEFT BESTELLENABO BESTELLEN

 


Vorherige Story
Nächste Story
0 Shares