#41, Ferry Porsche, Interview, Elektroauto
Legenden & Ikonen

Ferry Porsche zur E-Mobilität – ein fiktives Interview

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Die Automobil­industrie steht vor den vielleicht größten Herausforderungen ihrer Geschichte. Wäre es da nicht interessant, in einer umgekehrten Zeitreise herauszufinden, was große Persön­lichkeiten der Automobilgeschichte wie Ferry Porsche über diese Zukunft gedacht – vorausgedacht – haben?

OCTANE Herausgeber Berthold Dörrich begab sich deshalb zu einem fiktiven Interview mit Ferry Porsche auf eine Zeitreise zurück in die 70er­- und 80er­-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Mit ganz realen Antworten, die wir aus zeitgenössischen Quellen recherchiert haben.

#41, Ferry Porsche, Interview, Elektroauto

Herr Porsche, wie sehen Sie die Rolle des Automobils in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über den Verkehr der Zukunft?

»Das Automobil hat dem Menschen eine neue Lebensqualität gebracht, und es ist kaum damit zu rechnen, dass er bereit sein wird, darauf zu verzichten. Vernunft und die Bereitschaft, Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden, sind dabei eher geeignet, die Attraktivität des Autos zu erhalten, als überzogene dirigistische Maßnahmen. Gleichzeitig wird das Umweltbewusstsein weiter zunehmen, und durch die Erschwernisse, die der einzelne, sei es bei seiner Urlaubsfahrt oder im täglichen Verkehr, erfährt, wird das Automobil weiterhin und in stärkerem Maße der Gegen- stand von kontroversen Diskussionen sein.«

Wie reagieren Sie auf das gesteigerte Umweltbewusstsein?

»Ich mache mir sehr oft Gedanken darüber, was man zur Verringerung der Umweltbelastung tun kann. Welche Möglichkeiten gibt es, zum Beispiel die Luft in den Erholungsgebieten zu verbessern und den Schadstoffgehalt weiter zu reduzieren? Auch sind die Rohstoffe und Energiereserven der Erde endlich. Der Verbrauch auf diesem Gebiet hat erheblich zugenommen. Wir müssen uns deshalb überlegen, wie wir die Autos haltbarer, widerstandsfähiger machen können, um so wertvolles Wirtschaftsgut zu erhalten. Durch verbesserte Konstruktionen und den Einsatz neuartiger Werkstoffe können wir Autos leichter bauen und erreichen damit eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Gleichzeitig bringt uns der Einsatz neuer Materialien neue Konflikte, wie wir sie täglich erleben und bei denen es sich um die Entsorgung handelt.«

Passt der E­-Antrieb überhaupt zu Porsche?

»Das erste Fahrzeug meines Vaters war ein Elektrofahrzeug mit Radnabenmotor. Das war auf der Weltausstellung in Paris 1900. Und dieses gleiche System hat man verwendet um auf dem Mond mit einem Fahrzeug zu fahren. Nachdem dieses Auto aber durch die Batterien, die man mitführen musste, keinen sehr großen Aktionsradius hatte, kam dann mein Vater auf die Idee einen gemischten Antrieb zu bauen, nämlich einen Benzinmotor, der Strom erzeugt mit Generator und Elektromotoren an den Rädern. Das war dann der sogenannte Mixte-Wagen. Porsche kann und darf alles bauen. Das Produkt muss nur besser als alles Vergleichbare sein.«

Lesen Sie das ganze »Interview« in OCTANE #41

Text Berthold Dörrich //  Fotos Porsche Classic


#41, Porsche 909, Aston Martin, Bugatti, Ford allardette, Abarth 595, BMW Z8, Bizzarrini

 

Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 41

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