#44, Ferrari, 166 MM, Mille Miglia, 24 Stunden Le Mans
Klassiker

Ferrari 166 MM MilleMiglia … Der wichtigste Ferrari aller Zeiten?

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Als einziges Auto überhaupt gewann dieser Ferrari 166 MM sowohl die 24 Stunden von Le Mans als auch die Mille Miglia. Wir fuhren weltexklusiv einen Sportwagen, den viele für den wohl wichtigsten Ferrari aller Zeiten halten.

Der Concours of Elegance im Londoner Hampton Court gehört zweifellos zu den weltweit besten seiner Art. Obwohl noch relativ neu im Kalender, wird er schon fast in einem Atemzug mit Pebble Beach und der Villa d’Este genannt. Zu den im vergangenen September zusammengekommenen Preziosen zählten auch vier Ferrari 166 MM Barchetta. Unter denen das auf diesen Seiten vorgestellte Modell noch einmal besonders herausragte. Warum? Weil es nicht irgendein 166 MM ist, sondern DIE Barchetta mit Chassis #0008M. Die mit Startnummer 22 in der Saison 1949 nicht nur als erster Ferrari die 24 Stunden von Le Mans gewann, sondern im gleichen Jahr obendrein die Mille Miglia. Was danach keinem anderen Hersteller und erst recht keinem anderen Chassis mehr gelingen sollte. Die Erfolge zementierten Ferraris Rolle als ernsthafter Automobilhersteller und halfen, die Marke mit einem Schlag auch in Amerika bekannt zu machen.

#44, Ferrari, 166 MM, Mille Miglia, 24 Stunden Le Mans
Dieses kleine Boot mit nur 2200 Millimetern Radstand erscheint auch von hinten betörend. Nur 800 Kg Gewicht und ein famoses Handling machten den Roadster unschlagbar.

So erfolgreich Enzo Ferrari vor dem Krieg mit seiner im Auftrag von Alfa Romeo aktiven Scuderia war, so sehr war er doch nach 1945 darauf bedacht, mit dem Glanz von Rennsporterfolgen eine eigene Sportwagenmarke zu etablieren. Deren Erfolg dann wieder zusätzliche Gelder für das Rennteam generieren würde, ein sich selbst in Gang haltender Kreislauf …

Die Anfänge von Ferrari nach dem Umzug nach Maranello waren bescheiden. Als erstes Modell mit dem Springenden Pferd auf der Haube erschien 1947 der 125S, angetrieben von einem lediglich 1,5 Liter großen V12. Gefolgt vom 159S, von dem analog zum Erstlingswerk ebenfalls nur zwei Exemplare entstanden. Es folgten der erfolgreichere Tipo 166 und der auf dem Turiner Salon von 1948 enthüllte 166 MM. Das Kürzel »MM« erinnerte an den Sieg eines 166S mit Coupé-Karosserie von Allemano bei der Mille Miglia von 1948. Das auf der Messe gezeigte Modell war jedoch ein Roadster und erhielt vom Journalisten Giovanni Canestrini den Kosenamen »Barchetta« (kleines Boot). Auch wenn sich der kantige 166S und die dank fließender Formen wie aus einem Guss wirkende Barchetta optisch deutlich unterschieden, so gab die 166er-Serie Ferrari doch erstmals eine unverwechselbare Design-Sprache. Etwas, wonach Il Commendatore verzweifelt gesucht hatte.

Text James Elliot / Fotos Drew Gibson / Bearbeitung Thomas Imhof

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