#38, Concours d´Elegance Villa d´Este, Motorrad
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Concorso d’Eleganza Villa d’Este – Auf zwei Rädern zum Sieg

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Nur 34 Motorräder – aus aller Welt und fast ausschließlich aus namhaften Sammlungen – werden Jahr für Jahr nach Como zum »Concorso di Motociclette« im Rahmen des »Concorso d’Eleganza Villa d’Este« gebeten. Unser Autor Tobias Aichele nimmt seit einigen Jahren an diesem hochkarätigen Wettbewerb teil und zieht exklusiv für OCTANE ein Resümee.

Es gibt nur wenige Veranstaltungen, welche Jahr für Jahr – und das seit Dekaden – eine bedeutende Rolle spielen. Veranstaltungen mit höchster Begehrlichkeit und eigenen Regeln. Dort melden sich die Teilnehmer nicht an, sondern senden eine Bewerbung ein. Der »Concorso d’Eleganza Villa d’Este« gehört zu dieser besonderen Spezies. Im Jahr 2011 rückt das weltweit angesehene Nobelevent bei mir in den Focus. Im Rahmen des Concorso d’Eleganza kommt es im Park der Villa Erba am Comer See erstmals zu einem weltweit einzigartigen Spitzentreffen von Raritäten aus unterschiedlichen Epochen der Motorrad-Geschichte. Der Concorso di Motociclette gehört fortan zu den für das Publikum besonders spektakulären Attraktionen der Veranstaltung.

#38, Concours d´Elegance Villa d´Este, Motorrad
Das Defilee der teilnehmenden Motorräder an der gehört zu den spannendsten Momenten des Wettbewerbs.

Für mich ist dieser Ansatz fast schon revolutionär. Motorräder in diesem erlauchten Kreis? Das gleicht einer Rebellion. Ich will zu diesen Rebellen gehören und nenne am 10. Januar 2012 für den Concorso di Motociclette zwei meiner Lieblings-Motorräder. Es kommt nicht einmal eine Absage, was sich aber später als Versehen herausstellt. Der Dämpfer jedoch sitzt: Sind meine Motorräder nicht exklusiv genug? Sind sie zu modern? Ohne jemals eine Antwort auf diese Fragen erhalten zu haben, gebe ich für den Concorso 2013 im Januar erneut meine Nennung ab. Nach der Erfahrung im Vorjahr bitte ich aber um eine Empfangsbestätigung. Stattdessen kommt eine offizielle Absage, aber erst am 5. April 2013 – und zwar mit den Worten: »Unfortunately for 2013 the categories and number of motorcycles per class have now been defined and we are therefore sorry to inform you that your motorcycle cannot be included in this year’s Concorso.« Das ist es dann wohl, ich werde wohl niemals Concorso-Teilnehmer. Doch weit gefehlt. Im November 2013 kommt vollkommen unverhofft ein Anruf des Auswahlkomitees, welches mir einige Monate zuvor noch standardisiert abgesagt hatte: Man hätte mich gerne für 2014 dabei, wenn ich ein passendes Motorrad habe. Am Tag des Anrufs werden auch die einzelnen Klassen veröffentlicht und ich erfahre, in welcher Kategorie ich noch punkten kann. Die Folgetage bereiten viel Kopfzerbrechen. Für die Gespannklasse, »The Elegance of Sidecars«, werde ich mit der englischen Royal Enfield Modell KX aus dem Jahr 1937 schließlich fündig.

Royal Enfield bietet von 1926 an großvolumige Zweizylin- der aus eigener Produktion an, in direkter Konkurrenz zu Harley-Davidson und Indian. Das Model KX verfügt über 1.140 Kubikzentimeter Hubraum. Der »Imperial Twin Model 1«-Seitenwagen stammt aus der Londoner Manufaktur Noxal. Er bietet ausreichend Platz für zwei Personen und erinnert durch das Rolldach an ein Cabrio. Ich gebe offiziell meine Nennung ab und bekomme nach wenigen Tagen mitgeteilt: Dieses elegante Gespann sei vom 23. bis 25. Mai 2014 herzlich willkommen. Ich habe es geschafft. Die Vorfreude war groß.

 

Text Tobias Aichele   Fotos  BMW AG, Solitude GmbH


OCTANE #38, Lancia Aurelia B24 Spider, Werks-Austin Healey 3000, VW Beutler Coupé, Maserati Ghibli SSS, Mercedes-Benz G 230, Alfa Romeo Tipo 33 TT12

 

Lesen Sie die ganze Geschichte in OCTANE #38

 

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