Porsche 356 mit Paul -Ernst Strähle
Szene

Doping anno 1957 – eklig, aber wirkungsvoll

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OCTANE#05

 

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ZWEI AUSGEKOCHTE HALUNKEN, NICHT WIE AUS DEM EI GEPELLT: MOMENT-AUFNAHME AUS EINER ÄRA, IN DER RENNFAHRER SICH NOCH NICHT MIT ENERGY-DRINKS FIT HIELTEN. DAS ETWAS ANDERE DOPING

Gegen Liège – Rom – Liège müssen die 24 Stunden von Le Mans eine reine Spazierfahrt sein. Drei Tage und Nächte lang kämpften sich die Teams aus je einem Fahrer und einem Beifahrer in einem Affenzahn über die Alpen und durch den Apennin – über abenteuerliche Straßen und Pässe. An Schlaf war logischerweise nicht zu denken. Und das lange bevor Doping-Labors Sportlern mit allerlei Aufputschmitteln zu Dienste waren. Wie also schafften es die Teams, wach zu bleiben und dabei auch noch zu fahren wie der Teufel?

WACH BLEIBEN UND KONZENTRIERT FAHREN – NUR WIE?

Im Falle der Fahrt von Paul-Ernst Strähle und seines Beifahrers Herbert Linge im Jahr 1957 ist das Rezept allerdings glaubwürdig überliefert. Paul-Ernst Strähle hatte beim Start eine große Tasche mit Eiern aus dem heimischen Remstal auf dem Rücksitz des Porsche 356 verstaut. Herbert Linge, der zunächst noch glaubte, dass es sich um Marschverpfegung in Form von gekochten Eiern handelt, wurde schnell eines Besseren belehrt, als Strähle nach einigen Stunden schneller Fahrt das erste Ei aus der Tasche nahm, um es roh zu verspeisen.

DOPING, DAS EINEN WÜRGEN LÄSST – ABER WIRKUNG GEZEIGT HAT

Mehr noch als an die Fahrt erinnert sich Linge deshalb an die unangenehmen Nebenwirkungen dieses Eier-Dopings, die auch durch eindringende Benzin- und Abgasdämpfe nicht kompensiert wurden. Strähles Geheimrezept scheint erfolgreich gewesen zu sein: 1957 erreichten die beiden den neunten Platz und zwei Jahre später fuhr Strähle in seinem Porsche gar den Gesamtsieg ein.

Motorsport-Fotografien mit einzigartigem historischen Bezug, wie die hier gezeigten, sind Bestandteil des BROOOOM-Archivs und für Fotografie-Sammler in Galerie-Qualität zu erwerben unter www.broooom.com.


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