Steve McQueen mit der TAG Heuer
Legenden & Ikonen

Steve McQueen machte die TAG Heuer “Monaco” zur Legende

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McQueen liebte Uhren – das Statussymbol eines Mannes, der aus schwierigen Verhältnissen stammte und es aus eigener Kraft zu einigem Reichtum schaffte. Die TAG Heuer Monaco lancierte im Jahr 1969 und prägte das Gesicht der Schweizer Luxusuhren nachhaltig. Steve McQueen trug die bullige Uhr, wo immer es ging, am Handgelenk. Im Film “Le Mans” war sie in jeder Szene zu sehen – seitdem ist die Uhr mit dem markanten rechteckigen Gehäuse untrennbar mit dem Rennsport verbunden.

Die Story, warum McQueen ausgerechnet dieses Sponsoring und diesen Chronographen wählte, ist typisch für den Mann, der alle Rennszenen selbst fuhr und kaum Doubles duldete. Michael Delaney, sein Charakter in “Le Mans”, gilt im Film als einer der weltbesten Fahrer. Also schaute Delaneys Darsteller, was die besten Piloten der wirklichen Welt tragen. Und dabei stieß er unvermeidlich auf den Heuer-Overall, den als erstes der Schweizer Jo Siffert trug, und der während der Dreharbeiten zu einem engen Freund McQueens wurde. Als er sich bei Heuer eine Uhr aussuchen durfte, die am besten zu Delaneys (oder McQueens?) Charakter passte, wählte er ohne Zögern die Heuer Monaco.

Das rechteckige Design wich von der damaligen Norm ab

Die Heuer Monaco – erst seit 1985 lautet der Markenname TAG Heuer – wich mit ihrem quadratischen Gehäuse, dem metallicblauen Zifferblatt, dem roten Sekundenzeiger und dem leicht gewölbten Glas total von der damals üblichen Norm ab. Viereckige Zifferblätter zu konstruieren, war damals für die Uhrmacher eine echte Herausforderung. Die Heuer Monaco verkörperte Revolution und Innovation – was hätte sich ein Freigeist wie McQueen in Le Mans Besseres am Handgelenk vorstellen können?

Eine Steve McQueen Uhr erzielte bei einer Auktion 2,2 Mio. Dollar

Laut Zeitzeugen soll Steve McQueen am letzten Drehtag nach der letzten 320-km/h-Hatz über die Hunaudières ein letztes Mal aus seinem Porsche 917K ausgestiegen sein, Frau und Kinder schlossen ihn in die Arme und Chefmechaniker Haig Alltounian widmete sich dem Zwölfzylinder. McQueen ging rüber, nahm seine Uhr vom Handgelenk und gab sie seinem Mechaniker mit den berühmten Worten: »Danke, dass du die ganzen Monate geholfen hast, dass ich am Leben bleibe.« Alltounian wollte die großzügige Gabe natürlich nicht annehmen, aber McQueen schüttelte bloß den Kopf und meinte trocken: »Zu spät, dein Name steht schon drauf.« In der Tat prangt auf der Rückseite die Gravur »To Haig Le Mans 1970«.

Also trug Alltounian sie einige Jahre – ob auch beim Schrauben, ist nicht überliefert –, bis er clever genug war, das unbezahlbare Einzelstück geschützt und sicher für die Nachwelt zu verwahren. Erst nach fast einem halben Jahrhundert sah sie wieder das Tageslicht: 2020 erzielte sie bei einer Auktion von Phillips Watches 2,2 Millionen Dollar – das Zehnfache des Schätzpreises und mehr als das Doppelte des bis dahin bestehenden Rekords. Dabei handelte es sich nicht einmal um ein Einzelstück. Laut Auktionshaus trug der Star während des Drehs an der Sarthe sechs verschiedene Exemplare.

Lesen Sie im aktuellen Octane-Magazin das vollständige Porträt der legendären Heuer Monaco, die seit ihrem ersten Auftritt in “Le Mans” bis heute untrennbar mit dem Rennsport verbunden ist.

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